Landart - Natur kreativ entdecken.



Was ist eigentlich Landart?


Der Begriff "Landart" (anfangs auch "Earth Work" genannt) ist in Amerika gegen Ende der 1960er Jahre entstanden. Geprägt wurde der vor allem von KünstlerInnen die meist großflächige Installationen aus Naturmaterialien abseits der Zivilisation in der Landschaft installierten. Sie verstanden Landart auch als eine Protestform gegen Künstlichkeit und das Besitzbürgertum der damaligen Zeit.


SCULTURA DI LEGNO NEL BOSCO, Copyright by blantiag via adobe stock

So wurden die Kunstwerke nicht einfach nur in der Landschaft ausgestellt, sondern wurden selbst zur Landschaft. Heute beschäftigen sich Landart KünstlerInnen vor allem mit soziokulturellen Fragen.



So wird der Begriff mittlerweile sehr viel weitläufiger benutzt (auch unter Natur-Kunst bekannt) und dient in vielen Fällen nicht mehr vorläufig der gesellschaftlich Kritik. Viel mehr geht es um die Frage wie Mensch und Natur in Verbindung stehen.


Mit der Natur kreativ in Verbindung gehen!


"Wir vergessen oft, dass wir Teil der Natur sind. Wenn wir sagen, dass wir die Verbindung zur Natur verloren haben, haben wir auch die Verbindung zu uns selbst verloren."

Andy Goldsworthy


Durch das kreative Auseinandersetzen mit der Natur nimmt man sich mehr Zeit und schärft sehr viel leichter seinen Fokus, für das was vor einem liegt.

Der gestalterische Ansatz ist dabei weit mehr als ein Waldspaziergang. Durch die Absicht des kreativen Tuns wird die Natur bereits viel genauer wahrgenommen. Es wird assoziiert, gefühlt und wahrgenommen mit allen Sinnen, gesammelt und in Beziehung gesetzt.


Eine Baumstumpf wird neu betrachtet, Steine werden mit viel Feingefühl gestapelt und aus Ästen entstehen seltene Wesen. Sich selbst als in der Natur als Schaffende wahrzunehmen ist für viele Menschen bereits etwas wohltuendes. Es fällt auch nicht immer leicht, sich auf die natürlichen und oft "unberechenbaren" Materialien einzulassen. Umso größer ist am Ende die Freude und Achtung für das, was neu entstanden ist! - unabhängig jedem Alters und Vorkenntnissen.


Viele Landart Kunstwerke sind meist nicht für die Ewigkeit. Der Regen spült sie weg, der Wind weht sie davon oder die Sonne lässt sie vertrocknen. Sie laden durch Ihre starke Vergänglichkeit dazu ein, sie umso bewusster im Hier und Jetzt zu gestalten, so wie sie verwurzelt mit dem jeweiligen Augenblick zu bestaunen.


Die Gestaltungsweisen sind vielfältig. Es geht darum den persönlichen Ausdruck zu finden. Jedes Mal aufs Neue.


So kann man auf dem Waldboden ein Mandala aus Naturmaterialien legen, Traumfänger oder Naturwindspiele gestalten und in den Bäumen platzieren oder Steine nach belieben bemalen. Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.


Auch bietet Landart die Möglichkeit methodisch eingesetzt zu werden, um sich bestimmten persönlichen Themengebieten oder Fragestellungen zu nähern.


Kreatives Schaffen in der Natur verbindet, erdet und lässt neue Blickwinkel zu.


Einladung zum selber ausprobieren!

(Oder besuche doch gern mal meinen Workshop "Natur kreativ entdecken" zu dem Thema!)

Aber zuvor noch ein paar wichtige Tips:


- Schaffe dir einen Raum ohne Zeitdruck!

Es ist ok nach 20 Minuten "fertig" zu sein, aber sich darin sicher zu Wissen, dass man nicht auf die Uhr schauen muss und sich auch einfach treiben lassen darf, wird deinem kreativen Ausdruck mehr Freiheit schenken.


- Wirf deinen Leistungsdruck über Bord - falls vorhanden!

Den brauchst du für diese Aktion wirklich nicht! Versprochen! Falls es dir schwer fällt, dich davon zu trennen, suche dir doch einen Baum in deiner Nähe und lege deinen Leistungsdruck dort sicher ab. Wenn du magst, kannst du ihn hier nach deiner Landart-Auszeit wieder einsammeln! :-)


- Erlaube dir im Prozess zu sein!

Es gilt hier keine Voraussetzung die besagt man müsse am Ende ein bestimmtes Werk präsentieren können oder eine bestimmte Sache "fertig" stellen. Dein kreatives Schaffen darf jeder Zeit neue Form annehmen und sich weiter bewegen. Die Natur selbst wird dein Kunstwerk eh verändern. Manchmal braucht es Tage, manchmal nur einen Windstoß. Erlaube dir mit Leichtigkeit an dein Tun heran zugehen!


Bevor du nun los ziehst um in deiner wilden Umgebung kreativ zu werden, habe ich noch einige Natur Kunst Ideen für dich zusammen getragen. Vielleicht hilft dir der ein oder andere Impuls beim loslegen.


Einige Ideen, die du selber ausprobieren kannst:


  • Natur-Mandala gestalten

  • Farbverläufe mit Blättern oder Früchten legen

  • Symbole legen

  • Gesichter in Bäumen und Naturgegenständen erkennen und/oder gestalten

  • Baum Labyrinth mit Ästen legen

  • Ein Windspiel oder Traumfänger gestalten

  • Ein Dorf für kleine "magische" Wald-Bewohner bauen

  • Aus Ästen einen Bilderrahmen legen und darin ein Bild gestalten

  • 3D Gebilde aus Stöcken bauen


Bei allen Aktionen gilt, ausschließlich Materialien zu verwenden die bereits am Boden liegen. Es sollten keine Äste oder Blätter für die Kunst abgebrochen werden!



 

Berichte mir gern von deinen kreativen Natur Erfahrungen!

Aktuell optimieren wir noch die Kommentarfunktion, wenn diese aktiv ist wirst du hier darüber informiert!

 


Für mehr Anregungen folge mir gerne auch hier:

















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